1A: Vierter beim Wochenturnier in Altheim

Zum dritten Mal in Folge machte in Spielen gegen den SV Sickenhofen Torjäger Adam Michalczenia den entscheidenden Unterschied. Als er wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff in Höhe des langen Pfostens völlig alleine gelassen angespielt wurde, vollendete er ganz souverän flach ins lange Eck zum 0:2. Zuvor war Sickenhofen nach einem Freistoß infolge einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters in Führung gegangen, als unser ansonsten gut aufgelegter Torwart Lars Meisel mit einem Heber über ihn hinweg überrascht worden war. Damit hatte der Gegner seine beiden einzigen klaren Chancen bemerkenswert konsequent genutzt.

Der Rückstand zur Halbzeit stellte das Geschehen bis dahin auf den Kopf, denn unser umständehalber erneut auf etlichen Positionen umformiertes Team hatte weitaus gefälliger kombiniert und war dabei auch zu mehreren sehr guten Gelegenheiten gekommen. Doch mangelte es bei den Abschlüssen entweder immer wieder an der nötigen Entschlossenheit, oder es fehlte gelegentlich auch ganz einfach ein wenig Glück. Zudem glänzte der Torwart des SV wiederholt mit tollen Paraden.

Nach dem Seitenwechsel verflachten die Aktionen sichtlich. Das hatte viel damit zu tun, dass auf unserer Seite mit Marian Starosta und Henrik Ruißinger die beiden zuvor auffälligsten Akteure zum zweiten Durchgang nicht mehr auflaufen konnten. Da nur ein Spieler zum Einwechseln zur Verfügung stand, verblieben nur noch zehn Mann im Team. Als faire Geste nahmen auch die Sickenhöfer einen Spieler vom Platz, sodass von da an beide Mannschaften in Unterzahl spielten.

In der Schlussphase wurde es dann doch noch einmal turbulent. Zunächst erhöhte Adam Michalczenia in der 84. Minute noch in für ihn typischer Manier auf 0:3, als er unsere Abwehr überlaufen und auch noch den Torwart ausgespielt hatte. Doch dann dezimierte sich der SV selbst, als einer seiner Spieler nicht mit einer Entscheidung des Schiedsrichters einverstanden war. Er reklamierte selbst nach der gelben Karte heftig weiter und sah schließlich sogar glatt rot. Vielleicht war das ein Fanal für unser Team, das sich noch einmal mächtig ins Zeug legte. Manuel Novoa Aguilar bewies einmal mehr seine Qualitäten als Vollstrecker und verkürzte mit zwei sauber herausgespielten Treffern auf 2:3. Danach hatte Jan Berndt sogar den Ausgleich auf dem Fuß, doch haute er den Ball einfach voll aufs kurze Eck genau in die Arme des Torwarts.

Manfred Kähler