SV Sickenhofen – 1A 0:5 (0:3)

Spielerisch klar überlegen – Mehrfach nur am Torwart gescheitert

Bestens erholt präsentierte sich unsere erste Mannschaft beim SV Sickenhofen. Immerhin hatte der Gegner noch vor wenigen Wochen vom Aufstieg geträumt. Nimmt man zum Maßstab, was beide Mannschaften spielerisch zu bieten hatten, tat sich zumindest zeitweise ein deutlicher Unterschied auf.

Nach diesem auch in dieser Höhe vollauf verdienten Erfolg schließt unsere 1A die Hinrunde bei acht Siegen und sechs Niederlagen insgesamt mit leicht positiver Bilanz ab. Auch Platz 5 ist zur Halbzeit der Saison durchaus zufriedenstellend. Nach Spitzenreiter Kickers Hergershausen hat unser Team die zweitmeisten Tore der Liga geschossen.

Unser Team zeigte wieder ein ganz anderes Gesicht als es zuletzt gegen den KSV Urberach der Fall war. Unsere Abwehr, vor allem in der Innenverteidigung mit Steffen Enders und Nico Kovacs stark besetzt, ließ nur sehr wenig zu. Viel zur Sicherheit trug auch Altmeister Matthias Enders im Tor bei, der zwar nicht viel auf seinen Kasten bekam, doch jederzeit zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde. Damit hatte er großen Anteil daran, dass endlich wieder einmal „zu null“ gespielt wurde.

Die beiden Außenverteidiger machten in der Defensive ebenfalls einen guten Job, doch hätte man sich von ihnen gewünscht, sich noch etwas mehr in offensive Aktionen einzubringen. Khalid Ameddam auf der Sechs sowie Moritz Häntschel und Jonas Cronauer weiter vorne im Mittelfeld belebten das Spiel durch schnelle Ballstafetten und kluge Pässe. Gegen unsere beiden schnellen Außen, Marian Starosta und Henrik Ruißinger, fand die gegnerische Abwehr nur selten wirksame Mittel. Auch Manuel Novoa Aguilar, diesmal wieder in der Zentrale, sorgte ständig für Unruhe.

Von Beginn an spielte unser Team erfrischend offensiv auf und kreierte bereits vor dem Führungstreffer einige gute Gelegenheiten. So traf Marian Starosta in der 4. Minute aus freier Position nur den Pfosten. Zudem erwies sich schon in dieser frühen Phase SV-Torwart Torben Radke als bei weitem stärkster Spieler seines Teams. Über die gesamte Spieldauer parierte er ein ums andere Mal richtig stark. Ohne seine bemerkenswerte Leistung hätte die insgesamt einseitige Partie leicht auch mit einem zweistelligen Ergebnis enden können.

Das sehenswerte Kombinationsspiel in der Offensive geriet auch nicht ins Stocken, als Henrik Ruißinger, der bei einem Zweikampf von einem Ellbogen am Kopf getroffen worden war, nach einer knappen Stunde ausgewechselt werden musste. Admir Daliposki interpretierte die Position auf der linken Außenbahn zwar weniger in die Tiefe orientiert, doch behielten unsere Angriffe auch über diese Seite weiterhin ihre Zielstrebigkeit.

Etwas gefährlicher wurde es vor unserem Tor nur gelegentlich, wenn der Sickenhofener Torjäger Adam Michalczenia in Szene gesetzt werden konnte. Seine insgesamt nur drei Abschlüsse waren aber nicht zwingend genug platziert, um zum Erfolg zu kommen.

Torfolge: 0:1 (11. Minute) Henrik Ruißinger überlief nach einem Pass in den freien Raum dank seines Antritts die gesamte Abwehr und schoss aus spitzem Winkel flach ins lange Eck ein; 0:2 (15.) Manuel Novoa Aguilar vollendete mit dem Kopf nach butterweicher Flanke von Henrik Ruißinger, den Jonas Cronauer toll in den freien Raum angespielt hatte; 0:3 (40.) Henrik Ruißinger fing einen Fehlpass ab, überlief erneut die Abwehr und schob flach ein; 0:4 (59.) Jonas Cronauer schoss platziert ins lange Eck, nachdem er von Khalid Ameddam mit starkem Pass bedient worden war; 0:5 (81.) Jonas Cronauer köpfte einen Klasse-Eckstoß von Marian Starosta ein.

Schiedsrichter: Dr. Michael Imhof (TSG Messel) mit vorbildlicher Spielleitung, da merkte man die wertvolle Erfahrung als Schiedsrichter in höheren Ligen.

Für uns spielten gegen den SV Sickenhofen: Matthias Enders; Niklas Beckmann (ab 73. Minute Joshua Seibert), Steffen Enders, Nico Kovacs, Malte Bonifer (ab 81. Minute Daniel Bördner); Khalid Ameddam , Moritz Häntschel, Jonas Cronauer, Marian Starosta, Manuel Novoa Aguilar, Henrik Ruißinger (ab 59. Minute Admir Daliposki).

Manfred Kähler