1 A –  Germania Ober-Roden 1 C 2:2 (1:1)

Ein Spiel so trist wie das Wetter – Kuriose Gegentore

Mit diesem ziemlich mühsam erreichten Unentschieden tritt unsere erste Mannschaft weiterhin auf der Stelle. Nur dank der Unbeständigkeit der vor uns rangierenden Mannschaften bleibt das obere Tabellendrittel für uns noch halbwegs im Blickfeld. Doch muss am kommenden Sonntag gegen den einen Punkt hinter uns liegenden TSV Harreshausen unbedingt ein Heimsieg her, sonst werden wir uns vorerst eher nach unten orientieren müssen.

Die vielen Fehlpässe auf beiden Seiten waren zum großen Teil wohl auch den widrigen Gegebenheiten bei Dauerregen geschuldet. Doch hätte insgesamt ein wenig mehr Konzentration sicherlich dem einen oder anderen Zuspiel gutgetan. Auf das bei solchen Verhältnissen probateste Mittel, nämlich aufsetzende Schüsse aus der Distanz, verzichteten beide Mannschaften durchweg.

Unsere Abwehr stand diesmal sicherer als zuletzt, denn sie operierte überwiegend als Viererkette. Dennoch blieb uns die Anfälligkeit bei Standardsituationen auch diesmal treu, wie schon der erste Gegentreffer aufzeigte. Trotz dieser Erkenntnis wurden erneut insbesondere durch Ungeschicklichkeiten mehrere Freistöße nahe unserem Strafraum verursacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir Glück, als ein Kopfball nach einer Ecke unser Tor nur knapp verfehlte.

Wirklich gefährlich wurde es für die Gäste nur, wenn einer unserer beiden von Beginn an eingesetzten A-Junioren, Ruben Kurz oder der nach der Pause aus der Abwehr nach vorne beorderte Lion Kusber, ins Spiel gebracht wurde. In dieser Hinsicht wurde der diesmal beruflich verhinderte Marian Starosta schmerzlich vermisst. Später kam als dritter A-Junior noch Lars Wiesenfeldt zum Einsatz, der mit seiner ruhigen Art seinen Teil zur Stabilisierung der Defensive beitrug. Ihm unterliefen in der Spieleröffnung kaum Fehlpässe.

Nach leichten Vorteilen für unser Team in der ersten Halbzeit, kam die Germania nach Wiederbeginn erheblich auf und wurde bald durch den Führungstreffer belohnt. In der Schlussphase fand sich unser Team wieder besser zurecht und hatte noch einige Gelegenheiten, um die enge Partie doch noch für sich zu entscheiden. Letztlich aber war die Punkteteilung das gerechte Ergebnis für eine Begegnung, die von vielen Zufälligkeiten geprägt war.

Torfolge: 1:0 (25. Minute) Khalid Ameddam verwertete aus sieben Metern einen von der Grundlinie aufgelegten Ball von Ruben Kurz, der über links stark vorgearbeitet hatte; 1:1 (41.) Marcel Klose brauchte zwei Meter vor unserem Tor den Ball nur noch geringfügig zu berühren, um ihm den Weg ins Netz u ebnen, vorangegangen war ein höchst überflüssig verursachter Freistoß aus dem Halbfeld nahe der Seitenauslinie von links; 2:1 (51.) Marcel Klose wieder mit einem leicht vermeidbaren Treffer, eine an sich harmlose Hereingabe von rechts kullerte etwa zwei Meter vor unserem Tor quer durch den Strafraum, ehe der Torschütze den Ball vom langen Pfosten völlig freistehend her einschieben konnte; 2:2 (65.) Lion Kusber nach feiner Einzelleistung, er hatte sich auf der rechten Seite im Vollsprint durchgesetzt, ging dann mit dem Ball am Fuß nach innen und schoss aus spitzem Winkel flach ins lange Eck ein.

Schiedsrichter: Manfred Schmitt (Frankfurt), routiniert, regelsicher, konsequent, vorbildlich.

Für uns spielten gegen die 1 C des 1. FC Germania Ober-Roden: Tom Bonifer; Lion Kusber, Steffen Enders (ab 75. Minute Henrik Ruißinger), Thomas Kaiser, Sebastian Memminger (ab 61. Minute Lars Wiesenfeldt); Khalid Ameddam (ab 85. Minute Manuel Novoa Aguilar), Moritz Häntschel, Nico Kovacs, Henrik Ruißinger (ab 63. Minute Timo Rödler), Manuel Novoa Aguilar (ab 77. Minute Sebastian Memminger), Ruben Kurz.

Manfred Kähler