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Hassia-Sieg ohne herausgespieltes Tor – Unglücklicher Punktverlust

Das Dieburger Stadtderby vor einer sehr stattlichen Zuschauerkulisse war insgesamt eine enge Angelegenheit. Eine solche Partie gewinnt erfahrungsgemäß meistens am Ende die Mannschaft, die oben in der Tabelle steht. So war es auch in diesem Fall. Aufgrund der Steigerung in der zweiten Halbzeit und vor allem in der letzten halben Stunde des Spiels hätte unser Team mindestens einen Punkt verdient gehabt.

Durch diese sehr unglückliche Niederlage sind wir hinter der KSG Georgenhausen, die einen Punkt vor uns auf dem Relegationsplatz rangiert, weiterhin Vorletzter der Kreisoberliga, was am Saisonende den direkten Abstieg beuten würde. Am kommenden Sonntag tritt unser Team in Georgenhausen an und sollte dort unbedingt einen Auswärtssieg anstreben.

Die Hassia hatte von Beginn etwas mehr vom Spiel und kam so zu einer leichten Feldüberlegenheit. Echte Torchancen aber konnte sie daraus nicht kreieren. Die erste gute Gelegenheit bot sich sogar auf unserer Seite in der 27. Minute, als Kimi Grote mit einem etwas halbherzigen Schuss knapp am Tor vorbei zielte. Eine klare Möglichkeit der Hassia konnte unsere Defensive mit vereinten Kräften erst in der 35. Minute gerade noch zur Ecke abwehren. Wenig später fiel eher zufällig nach einem groben Abwehrpatzer die insgesamt gerechtePausenführung für die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel investierte unsere Mannschaft zusehends viel mehr in ihre Aktionen und wurde mindestens gleichwertig. Doch erneut verhalf der Zufall der Hassia zu ihrem zweiten Tor. Doch zeigte unsere Truppe richtig gute Moral und legte sich von da an noch mehr ins Zeug. Die deutliche Steigerung wurde mit dem sehenswerten Anschlusstreffer von Toni Vogt belohnt.

Damit aber gab sich unser Team noch nicht zufrieden und drängte weiter auf den Ausgleich, der schließlich nach einer zielstrebigen Kombination über mehrere Stationen auch gelang. Danach wurde der Druck weiter erhöht, sodass es durchaus so aussah, als könnte das Ergebnis noch komplett zu unseren Gunsten gedreht werden.

Unser Torjäger Toni Vogt schien in der 88. Minute auf dem Weg zum 3:2 zu sein. Er war frei durch und strebte alleine dem Hassia-Tor zu. Jeder weiß, dass Toni solche Großchancen zu verwerten pflegt. Doch wurde er durch eine Notbremse mit Trikotzerren daran gehindert. Die rote Karte wurde auf Seiten der Gäste fast schon freudig in Kauf genommen, der fällige direkte Freistoß aber brachte nichts weiter ein. Doch erfüllten sich letztlich noch nicht einmal die Hoffnungen auf den einen hochverdienten Punkt, denn der Hassia gelang fast im Gegenzug ihr dritter Treffer in der 90. Minute.  

Torfolge: 0:1 (37. Minute) Mark Hilligardt vollendete aus kurzer Distanz eine scharfe Hereingabe von Cedric Fuhlbrügge, auf unserer rechten Abwehrseite hätte Lias Mai mühelos klären können, zögerte jedoch und bekam den Ball von Cedric Fuhlbrügge wegespitzelt; 0:2 (65.) Cedric Fuhlbrügge nahm einen krassen Fehlpass unseres sonst tadellosen Torwarts Yannick Herget kurz vor dem Strafraum auf und ließ sich dieses Geschenk natürlich nicht entgehen; 1:2 (77.) Toni Vogt suchte 18 Meter vor dem Hassia-Tor die Lücke, fand sie und hämmerte den Ball unter die Querlatte; 2:2 (82.) Hasan Salo nutzte ein präzises Zuspiel von Junis Gossmann nach einem Spielzug aus der Abwehr heraus mit Flachschuss ins linke Eck zum Ausgleich; 2:3 (90.) Christopher Neudert kam nach einem seitlich aus dem Halbfeld nahe der Mittellinie hoch in unseren Strafraum geschlagenen, etwas zweifelhaft verhängten Freistoß mit dem Kopf an den Ball und beförderte ihn aus drei Metern ins Netz.    

Schiedsrichter: Simon Wecht hatte das Derby sicher im Griff, fiel leider gelegentlich auf Schauspieleinlagen von Spielern herein.

Gegen den SC Hassia Dieburg spielten: Yannick Herget, Viktor Schlei. Ruben Kurz, Marcel Singh, Kimi Grote (ab 90 Minute + 1 Arben Hasani), Malush Citak, (ab 53. Minute Ariol Morina) Lias Mai, Fabian Acker (ab 62. Minute Florent Hajdini), Hasan Salo, Toni Vogt, Arben Hasani (ab 63. Minute Junis Gossmann). Außerdem hatten sich noch Georg Brenner, Ante Krizan und als zweiter Torwart Max Boskugel zur Einwechslung bereitgehalten.

Manfred Kähler

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