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Gutes Spiel wird nicht belohnt Kreierte Chancen nicht genutzt

Der Meister hat es tatsächlich geschafft, durch die gesamteSaison ohne Niederlage zu kommen. Am letzten Spieltag ist es für die SG Ueberau jedoch noch einmal ziemlich knapp geworden, denn in dieser Begegnung wäre von den Spielanteilen her eine Punkteteilung gerecht gewesen. Vergleicht man allerdings die Anzahl und Qualität der kreierten Torchancen hatte unsere Mannschaft ein klares Plus zu verzeichnen und hätte somit durchaus einen knappen Sieg verdient gehabt.

Unser Problem war mithin die Nutzung der vielen Gelegenheiten. Entweder gelang der Abschluss nicht ganz wie gewünscht, oder der letzte Pass war zu ungenau geraten und daher kaum zu verwerten. Dafür, dass es hinsichtlich der Tabellenkonstellation letztlich um nichts mehr ging, war das eine richtig flotte Partie mit vielen zuweilen heftigen Zweikämpfen und Laufduellen. Genauso wie den Gästen im Falle einer Niederlage nichts vorzuwerfen gewesen wäre, gilt das ebenso für unser Team, zumal in einigen Situationen ganz einfach ein wenig Spielglück fehlte.

Unser Team begann mit sehr offensiver Einstellung, sodass die Gäste eine gute Viertelstunde lang in die Defensive zurückgedrängt wurden. Schon in dieser Phase bot sich mehrfach die Gelegenheit zum Führungstreffer. Viel Pech hatte Henri Vogt im Anschluss an einen der weiten Einwürfe von Paul Pufe in der 8. Minute, als sein Schuss aus der zweiten Reihe die Latte nur von oben streifte.

Erst danach gelang es den Gästen, sich ein wenig vom Druck zu befreien. Sie tauchten nunmehr ihrerseits einige Male vor unserem Strafraum auf. Daraus ergaben sich allerdings auchmehr Freiräume für unsere Angreifer. Toni Vogt erzielte wieder einmal unseren Führungstreffer. Doch wurde es versäumt den Vorsprung auszubauen.

Das rächte sich schließlich durch den Ausgleichstreffer der SG. Der Gleichstand zur Pause war für sie etwas schmeichelhaft. Sofort nach dem Seitenwechsel war zu erkennen, dass sich unser Team vorgenommen hatte, die Verhältnisse so schnell wie möglich geradezurücken. Doch kam es genau umgekehrt.

Dem 1:2 ging wieder einmal eine Ungeschicklichkeit im Abwehrverhalten unseres Teams voraus. Ein SG-Stürmer war mit dem Ball am Fuß auf dem Weg in Richtung Seitenauslinie und war nur noch einen Meter von der Strafraumlinie entfernt, als er von einem unserer Abwehrspieler angegriffen wurde. Der Spieler selbst und die Zuschauer, die eine eigene Sicht auf das Geschehen aus entgegengesetzter Richtung zum Schiedsrichter hatten, nahmen wahr, dass nur der Ball getroffen und ins Aus gespielt worden war. Danach erst gerieten sich beide Spieler unbeabsichtigt gegenseitig in die Beine und kamen zu Fall. Der Schiedsrichter zeigte jedoch sofort voller Überzeugung auf den Punkt.

Danach spielte die Gästemannschaft ihre ganze Routine aus, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Wieder blieben auf unserer Seite etliche Gelegenheiten ungenutzt. Die größte davon hatte Verteidiger Viktor Schlei in der Schlussphase auf dem Fuß. In halblinker Position versuchte er es bei einem Volleyschuss mit seinem starken rechten Fuß. Der Ball ging links am Tor vorbei.

Torfolge: 1:0 (21. Minute) Toni Vogt mit gut platziertem wuchtigem Kopfball nach starker Flanke von Paul Pufe von rechts; 1:1 (40.) Sebastian Kurz stieg in der Mitte am höchsten und köpfte nach hoher Flanke von rechts ins Tor, zuvor hatte unsere linke Abwehrseite den Ball trotz mehrerer Versuche nicht aus der Gefahrenzone heraus bekommen; 1:2 (50., Foulelfmeter) Philipp Beck verwandelte routiniert mit Flachschuss ins rechte Eck, unser Torwart Yannick Herget hatte zwar die Ecke, doch war der Schuss zu präzise und zu stramm, um ihn noch zu parieren

Schiedsrichter: John Glasenapp, der junge Schiedsrichter lag in aller Regel mit seinen Entscheidungen richtig, er hatte das Geschehen im Griff.

Für uns spielten gegen die SG Ueberau: Yannick Herget,Jan Enders, Ruben Kurz, Marcel Singh (ab 86. Minute Daniel Boggia), Viktor Schlei, Felix Schober (ab 54. Minute Florent Hajdini), Fabian Acker, Paul Pufe (ab 64. Minute Henrik Ruißinger), Hasan Salo, Toni Vogt, Henri Vogt. Außerdem hatte sich noch Toni Enders sowie als zweiter Torwart Joel Chacon Rodriguez zur Einwechslung bereitgehalten).

Manfred Kähler

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