1A: Kein Dieburger Derby im Pokal-Viertelfinale

Obwohl der SC Hassia stark aufspielte, reichte es gegen den Favoriten Germania Ober-Roden nicht zu einer Überraschung. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe der Ober-Rodener Kapitän und Torjäger Marco Christophori-Como nach einer guten Stunde Spieldauer den Bann mit dem 0:1 brechen konnte. In der Schlussphase erhöhten die Gäste auf 0:2.

Damit erwarten wir am kommenden Samstag, 24. Juli, um 17.00 Uhr, den Verbandsligisten 1. FC Germania Ober-Roden am Schlossgarten zum Viertelfinalspiel im Kreispokal. Da trifft es sich sehr ungünstig, dass unser Trainer Timo Johannes vor allem in der Defensive gewaltig wird improvisieren müssen. Mit Steffen Enders und Nico Kovacs fällt die in den Testspielen bewährte Stammbesetzung der Innenverteidigung aus. Auch für Sven Halbig, der dort bestens einspringen könnte, kommt ein Einsatz nach seiner langen Verletzungspause noch viel zu früh. Darüber hinaus stehen auch die starken Außenverteidiger Junis Gossmann und Viktor Schlei (beide im Urlaub) ebenso nicht zur Verfügung wie Neel Dede, der sich bei einem Zweikampf im Testspiel gegen den PSV Groß-Umstadt einen Bruch des rechten Handgelenks zugezogen hatte. Wenigstens kann der Trainer in den anderen Mannschaftsteilen weitgehend aus dem Vollen schöpfen.

Das letzte Pflichtspiel gegen die Germania liegt übrigens schon gut 45 Jahre zurück. Damals war der Verein überraschend in die heutige Kreisoberliga abgestiegen, der wir seinerzeit noch angehörten. Unsere vom legendären Kapitän Philipp Kaiser organisierte Abwehr stellte für die Ober-Röder ein schier unüberwindliches Bollwerk dar. Dazu hielt unser seinerzeitiger A-Junioren-Torwart Andreas Bonifer einfach alles, was auf seinen Kasten kam. Zwei schnelle Konterangriffe bescherten unserem Team sogar eine 2:0-Führung zur Halbzeit.

Doch dann spielte der an sich in höheren Klassen pfeifende Schiedsrichter aus dem Kreis Darmstadt Schicksal. Für eine harmlose Regelwidrigkeit, verhängte er eine geradezu lächerliche Rote Karte, ausgerechnet gegen unseren Routinier Philipp Kaiser. Einen Mitspieler in der Abwehr, der sich über diesen Aussetzer des Schiedsrichters erregte, verwies er gleich danach auch noch des Feldes. So geschwächt hatte unsere Mannschaft keine Chance mehr gegen den Sturmlauf der Gäste, zumal auch noch weitere äußerst merkwürdige Entscheidungen gegen uns folgten. Am Ende stand es 5:2 für die Germania, die später nach nur einem Jahr den Wiederaufstieg schaffte.

Manfred Kähler