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Klaren Vorsprung in der Schlussphase verspielt – Gegentore leichtgemacht

1 A – SG Ueberau 3:4 n. V.  (3:3, 3:1)

Nach einer Abtastphase von etwa zehn Minuten, geprägt von viel Respekt vor dem Kreisoberligisten, bestimmte unser Team zunehmend das Geschehen. Es wurde zügig kombiniert, was mehrere Torchancen einbrachte. Die meisten Angriffe führten zu Abschlüssen. Alle drei Tore wurden sauber herausgespielt. Das 3:1 zur Pause war hochverdient. Unsere Mannschaft schien einem sicheren Pokalsieg entgegenzustreben.

Das war angesichts der personellen Probleme zu diesem ungewöhnlichen Termin an einem Dienstagabend so gar nicht zu erwarten gewesen. Trainer Timo Johannes musste aufgrund der Ausfälle der Stammspieler Sebastian Memminger, Neel Dede, Henrik Ruißinger, Sven und Tim Halbig umfassend improvisieren. Zudem stand keiner der beiden etatmäßigen Torhüter zur Verfügung, sodass 1B-Keeper Niklas Jank wieder einmal einspringen musste.

Schon gleich nach dem Seitenwechsel deutete sich an, dass unsere Mannschaft sich mehr auf die Defensive verlegen wollte. Die Gäste wurden in der Folge feldüberlegen und kamen ihrerseits zu einigen Gelegenheiten, wobei sie aber erhebliche Abschlussschwächen offenbarten. So wurde es verständlich, dass sie in ihren bisher zehn Meisterschaftsspielen in der Kreisoberliga nur ganze sechs Treffer zustande gebracht hatten.

Unser Team kam nur noch mit gelegentlichen Konterangriffen in den gegnerischen Strafraum, wurde dabei aber deutlich gefährlicher als die Gäste bei ihren Bemühungen. Zwei Großchancen konnten nicht zum Ausbau des Vorsprungs genutzt werden. Nach einer ähnlichen Aktion, wie sie in der ersten Halbzeit zum 2:1 geführt hatte. setzte sich Ruben Kurz über rechts durch, hätte aber diesmal besser für den zentral mitgelaufenen Manuel Novoa Aguilar aufgelegt. Sein Flachschuss traf nur das Außennetz.

Ab der 70. Minute begann die Partie zu kippen. Das hatte viel damit zu tun, dass mit Aaron Langer unser bis dahin agilster und auffälligster Spieler ausgewechselt werden musste. Unsere Truppe verlegte sich von da an nur noch aufs reine Verteidigen der Führung. Dazu aber war unsere Defensive auch diesmal nicht aufgelegt.

Bei allen vier Treffern der SG leistete unsere Abwehr unfreiwillige Beihilfe. Das 3:3 gegen Ende der üppig bemessenen Nachspielzeit resultierte sogar aus einem Eigentor. Viele Zuschauer fragten sich, wann unser Team endlich einmal realisiert, dass das Verwalten eines Vorsprunges so gar nicht ihr Ding ist. Das hatte schon in der vergangenen Saison immer wieder zu Punkt- und Spielverlusten geführt, was in der Endabrechnung sogar Meisterschaft und Aufstieg gekostet hatte.

Die beiden späten Tore zum für sie glücklichen Ausgleich am Ende der Regelspielzeit hatten den Gästen sichtlich Auftrieb gegeben. Doch auch bei ihrem Siegtreffer half unsere Defensive noch einmal entscheidend durch einen geradezu unglaublichen flachen Fehlpass über wenige Meter genau auf den Fuß eines Gegenspielers mit.

Torfolge: 1:0 (23. Minute) Aaron Langer mit sattem Schuss aus 20 Metern, der neben dem linken Pfosten einschlug; 1:1 (27.) David Puhl aus acht Metern, nachdem er sich rein körperlich gegen unsere nicht energisch zupackende Innenverteidigung durchgesetzt hatte; 2:1 (32.) Ruben Kurz schloss einen tollen Sturmlauf mit Flachschuss von rechts ab, er hatte die gesamte Gästeabwehr nach schnellem Antritt stehen gelassen; 3:1 (42.) Diego Diaz Rivero vollendete nach Zuspiel von Junis Gossmann von links ganz sicher; 3:2 (76.) Manuel Podein aus achtzehn Metern mit einem direkten Freistoß, der durch ein höchst überflüssiges Foul in halblinker, idealer Schussposition verursacht worden war, der nicht allzu scharfe Schuss ins weit offene Torwarteck bei schlecht gestellter Mauer wäre sicherlich haltbar gewesen; 3:3 (90. + 3) Nico Kovacs lenkte den Ball beim Abwehrversuch ins eigene Tor ab; 3:4 (94.) Oswald Pradl war nach einem fatalen Abspielfehler aus unserer Abwehr im Strafraum ganz frei und brauchte nur noch einzuschieben.

Schiedsrichter: Sven Quaiser hatte die Partie voll im Griff und leitete sie ohne Fehl und Tadel.

Gegen die SG Ueberau spielten: Niklas Jank, Lars Wiesenfeldt, Steffen Enders, Nico Kovacs, Viktor Schlei, Sajeel Ahmad, Diego Diaz Rivero, Ruben Kurz, Junis Gossmann, Aaron Langer, Enrico Rigatelli. Eingewechselt wurden Manuel Novoa Aguilar (ab 58. Minute), Maverick Stemmler (ab 70.Minute), Jan Enders (ab 85. Minute), Thomas Kaiser (ab 100. Minute)

Manfred Kähler

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