Das Kreissportgericht hat hinsichtlich des Spielabbruchs des Pokal-Halbfinales JFV Groß-Umstadt gegen unsere A1-Junioren zügig das Urteil gefällt. Wegen der klaren Sachlage hat das Gericht im schriftlichen Verfahren entschieden.
Zum Sachverhalt:
In der 102. Minute des Spiels, also während der Verlängerung, kam es zu einem Wortgefecht zwischen den Trainern der beiden Mannschaften an der Seitenlinie außerhalb des Spielfeldes. Vorausgegangen war ein nicht gegebener Foulelfmeter für unsere A1. Kurz zuvor war der JFV Groß-Umstadt auf der anderen Seite durch einem umstrittenen Foulelfmeter mit 3:2 in Führung gegangen. Als die Streitigkeiten im Begriff waren zu Handgreiflichkeiten auszuarten, mischten sich weitere Personen und auch einige Spieler ein. Richtige Tätlichkeiten sind jedoch offenbar ausgeblieben, und das Geschehen beruhigte sich danach recht schnell wieder. Dennoch nahm der noch sehr junge Schiedsrichter dieses Vorkommnis zum Anlass, das Spiel abzubrechen, was er zunächst gar nicht so verkündet hatte.
Die 2. Kammer des Kreissportgerichts hat entschieden, dass die Voraussetzungen gemäß Spielordnung für einen Spielabbruch nicht erfüllt waren, sodass die Partie neu angesetzt werden muss. Die beiden Trainer, die in Streit geraten waren, erhielten moderate Geldstrafen.
In Ausführung des Urteils hat Klassenleiter Peter Lotz (Urberach) das Halbfinale für kommenden Mittwoch, 19. Oktober, 19.00 Uhr, neu angesetzt. Gespielt wird wieder in Raibach.
Das Endspiel soll am Samstag danach, 22. Oktober, um 13.30 Uhr beim SC Hassia Dieburg stattfinden. Als Gegner steht Germania Ober-Roden bereits fest.
Mit Rechtsmitteln dürfte aufgrund des gerechten und gut nachvollziehbaren Urteils des Kreissportgerichts kaum zu rechnen sein.
Manfred Kähler
