Sehenswerte Tore im Derby – Spielwitz undTempo kamen viel zu kurz
Von der Tabellenkonstellation her wäre zu erwarten gewesen, dass dies ein rassiges Derby werden könnte, denn im Grunde benötigten beide Teams die Punkte, um ihren Saisonzielen näher zu kommen. Was sich dann aber auf dem Rasen tat, war für die zahlreich erschienenen Zuschauer schon ziemlich enttäuschend. Vor allem in der ersten Halbzeit kam kein richtiger Schwung ins Spiel, Beide Tore gerieten, abgesehen von unserem verschossenen Foulelfmeter (23. Minute), nie ernsthaft in Gefahr.
Während auf Seiten der Hassia der Ball schon ein wenig besser durch die eigenen Reihen lief und dadurch auch immer wieder einmal den Weg nach vorne fand, war bei unserem Team vor allem das Bemühen zu erkennen, nur ja keinen Fehler zu machen. Das daraus resultierende Ballgeschiebe mit zahllosen Rück- und Querpässen, die zudem mehrfach nicht zu ihrem Adressaten fanden, machten die Aktionen quälend langatmig. Nach vorne lief wegen der vielen Ballverluste so gut wie gar nichts zusammen.
Da auch die Hassia keinen wirklichen Druck auf unser Tor aufbauen konnte, wurde das Derby 45 Minuten lang eine zähe Angelegenheit ohne gefährliche Strafraumszenen. Das 0:0 zur Pause entsprach unbedingt dem Geschehen auf dem Platz.
Nach dem Seitenwechsel wurde es wenigstens etwas lebhafter. Beide Mannschaften entdeckten zunehmend ihren Kampfgeist, wenn auch spielerisch weiterhin auf beiden Seiten jede Menge Sand im Getriebe verblieb. Bezeichnend war der Anschlusstreffer der Hassia zum 1:2. Wieder einmal wurden an der Mittellinie die Anspielstationen nach vorne ignoriert und der Ball ohne Not ziellos quer gespielt, natürlich genau auf den Fuß eines Gegenspielers. Ein Pass nach vorne, und der kurz zuvor eingewechselte Marcel Salazar konnte ungehindert von der Strafraumgrenze aus vollenden.
Unsere Treffer zum 0:1 und 1:3 entsprangen aus Einzelaktionen. Lediglich dem Tor zum 0:2 war ein zwingender Spielzug vorausgegangen. Doch selbst der Vorsprung von zwei Toren geriet am Ende noch einmal in Gefahr. Unser Torwart Yannick Herget konnte den Ball nach einem guten Abschluss der Hassia mit einer Glanzparade kurz vor dem Schlusspfiff aus dem Winkel über die Latte lenken.
Wie wichtig diese drei Punkte für uns waren wird durch einen Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz deutlich. Die SG Ueberau setzte sich in Groß-Umstadt knapp mit 1:0 durch, und Germania Ober-Roden gewann klar 3:0 bei der SG Klingen. Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen die FSV Spachbrücken bedarf es einer deutlichen Steigerung, wenn die Erfolgsserie fortgesetzt werden soll. Vor allem müssen unsere Spieler ihre zweifellos vorhandenen spielerischen Qualitäten wieder stärker auf den Platz bringen.
Torfolge: 0:1 (53. Minute) Toni Vogt hatte mit starkem Antritt zwei Abwehrspieler stehengelassen und zog aus 25 Metern vehement in den rechten Winkel ab; 0;2 (61.) David Lang mit dem linken Fuß von der Strafraumgrenze aus halblinker Position flach ins lange Eck, Ariol Morina hatte David ideal angespielt; 1:2 (67.) Marcel Salasa aus zentraler Position kurz vor unserem Strafraum, er hatte den Ball nicht voll getroffen, wegen des dadurch verursachten eigenartigen Flugverlaufs war unser Torwart Yannick Herget machtlos; 1:3 (85.) Hasan Salo setzte sich geschickt und energisch zwanzig Meter vor dem Tor gegen einen Abwehrspieler durch und platzierte den Ball mit tollem Schuss in den rechten Winkel.
Besonderheit: 23. Minute: Toni Vogt schoss einen an Hasan Salo verursachten etwas zweifelhaft verhängten Foulelfmeter flach und so unplatziert, dass Hassia-Torwart Jannis Mayer den Ball mühelos festhalten konnte.
Schiedsrichter: Tarik Kifle hatte keinerlei Probleme mit der betont fairen Partie, traf seine Entscheidungen einige Male mit einiger Verzögerung.
Gegen den SC Hassia Dieburg 2 spielten für uns: Yannick Herget, Jan Enders, Ruben Kurz, Marcel Singh, Fabian Acker, Felix Schober (ab 90. Minute + 1 Ariol Morina), Ariol Morina(ab 76. Minute Henrik Ruißinger), David Lang, Hasan Salo (ab 88. Minute Ante Krizan), Toni Vogt, Henri Vogt. Zur Einwechslung bereitgehalten hatten sich außerdem Toni Enders, Noa Ouzounis, Lars Wiesenfeldt und Max Boskugel(zweiter Torwart).
Manfred Kähler