Wieder kein Heimsieg – Standards entscheiden die enge Partie
Im Vergleich mit dem schwachen Auftritt am Vorsonntag bei der SG Ueberau zeigte sich unser Team gegen den SV Lützel-Wiebelsbach deutlich verbessert, vor allem in der zweiten Halbzeit. Dass es erneut zu einer Heimniederlage kam, hatte mit einer ganzen Menge Pech zu tun, denn der Siegtreffer der Gäste fiel erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem unnötig verursachten Freistoß. Dadurch sind wir in der Tabelle weiter nach unten gerutscht und liegen jetzt nur noch einen Punkt vor den Abstiegsrängen auf Platz 12.
Vom Start weg war unserem Team anzumerken, dass es sich für dieses Spiel etwas vorgenommen hatte. Aufgrund großer Laufarbeit stellten sich schon früh Torchancen ein. Doch versuchte es Ariol Marino, als er halblinks frei durch war, aus zwölf Metern mit dem rechten Fuß, weshalb der Ball links am Tor vorbeiging. Viktor Schleis scharfer Schuss von links, der wohl eher als Flanke gedacht war, senkte sich nur auf die Torlatte (15. Minute).
In der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen die Gäste etwas besser ins Spiel und auch zu einigen Gelegenheiten, bei denen sich unser stets sicherer Torwart Yannick Herget mehrmals auszeichnen konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff hatten wir Glück bei einem Kopfball an den Pfosten im Anschluss an eine Ecke.
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich unsere Mannschaft und wurde dadurch leicht feldüberlegen. Richtig gute Chancen sprangen aber abgesehen vom fein herausgespielten Ausgleichstreffer dabei kaum heraus. Das lag daran, dass bei allem Eifer der Ball auf dem Weg nach vorne immer wieder irgendwo hängenblieb, zumeist durch ungenaue Zuspiele.
Dennoch schien sich das Spielgeschehen zu unseren Gunsten zu neigen. Vieles deutete gegen Ende des Spiels darauf hin, dass der erste Heimsieg der Saison gelingen könnte. Dann aber kam die kalte Dusche durch den Siegtreffer der Gäste in der Nachspielzeit. Zumindest waren bei unserer Mannschaft diesmal wieder gute Ansätze festzustellen. Ein Unentschieden wäre am Ende das gerechtere Ergebnis gewesen.
Nach dem Pokalspiel in Kleestadt am Dienstag, 6. Oktober, folgt nun das erste Dieburger Derby in einem Meisterschaftsspiel gegen den SC Hassia seit den 60er Jahren. Damals hatte man sich in der A-Klasse Darmstadt-Ost getroffen, dem Vorgänger der heutigen Kreisoberliga.
Torfolge: 0:1 (29. Minute) Stefan Stefanovski zirkelte einen Eckstoß von der linken Seite so geschickt herein, dass der Ball sich über alle Spieler einschließlich des Torwarts hinweg unerreichbar ins lange Eck senkte; 1:1 (58.) Hasan Salo schloss den schönsten Spielzug der gesamten Partie aus neun Metern von halblinks ab, Toni Vogt hatte für ihn vorbildlich aufgelegt; 1:2 (90. + 2) Alexander Felde vollendete eine einstudierte Freistoßvariante aus kurzer Distanz zum Siegtreffer, auf unserer rechten Abwehrseite nahe der Seitenauslinie war ein überflüssiges Foulspiel unterlaufen, der Ball war flach in den Rückraum gespielt worden, von dort in unseren Strafraum gelupft und dann mit dem Kopf über unsere Abwehr hinweg zum Torschützen befördert worden.
Schiedsrichter: Lucas Renner hatte keine Probleme mit der Spielleitung, ließ gelegentlich etwas zu viel durchgehen.
Gegen den SV Lützel-Wiebelsbach spielten: Yannick Herget, Ruben Kurz, Finn Hutmacher, Marcel Singh, Viktor Schlei, Malush Citak, Ariol Morina, Florent Hajdini (ab 81. Minute Ante Krizan), Hasan Salo, Toni Vogt, Arben Hasani(ab 75. Minute Erick Aman). Außerdem hatten sich noch Kimi Grote, Fabian Hesse und als zweiter Torwart Max Boskugelzur Einwechslung bereitgehalten.
Manfred Kähler
