Unsere Mannschaft schlug sich selbst – Erschütternd schlechte letzte halbe Stunde
Nach dieser höchst vermeidbaren Auswärtsniederlage ist es für unsere 1. Mannshaft in der Tabelle der Kreisoberliga noch deutlich ungemütlicher geworden. Der Rückstand zum TV Fränkisch-Crumbach auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz ist auf drei Punkte angewachsen. Nun müsste schon eine kleine Erfolgsserie her, um bis zur Winterpause noch aus der Abstiegszone herauszukommen.
Irgendwie schien unser Team den Gegner zumindest im Verlauf der Partie unterschätzt zu haben. Gefällige Kombinationen liefen auf das Tor der Gastgeber zu, die sich ihrerseits oftmals nur noch mit weiten Befreiungsschlägen zu helfen wussten. Vielleicht kam der Führungstreffer zum 0:1 zu früh, sodass sich unsere Spieler im Gefühl der klaren Überlegenheit allzu sehr wohlzufühlen begannen.
Auch danach wurden noch weitere Torchancen kreiert, die aber durchweg nicht mehr genutzt wurden. Kleine Auswahl gefällig? 10. Minute: Toni Vogt zog auf halblinks mit dem linken Fuß von der Strafraumgrenze ab, zielte aber knapp am langen Eck vorbei. 23. Minute: Hasan Salo schoss nach einem Spielzug aus neun Metern knapp links am Tor vorbei. 43. Minute: Arben Hasani war nach einem Spielzug auf seiner linken Seite mit einem Pass in den freien Raum bedient worden, zog dann selbst ab, brachte aber nur einen Kullerball direkt auf dem Torwart zustande. Mitten vor dem Tor hatte sich der mitgelaufene Lias Mai zum Anspiel angeboten, machte aber zu wenig auf sich aufmerksam.
Insgesamt hatte sich bis zur Pause das Wechselspiel zwischen Toni Vogt und Hasan Salo als wechselnde zentrale Spitze sehr gut bewährt. Die Begegnung hätte gemessen an Spielanteilen und Torchancen zur Pause längst klar zu unseren Gunsten entschieden sein müssen, wären nur die allerbesten Gelegenheiten verwertet worden.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien das Geschehen auf dem Platz zunächst noch einseitiger zu werden. Unser Team wurde drückend überlegen und belagerte das KSG-Tor regelrecht. Doch allmählich ließ das zuvor ansehnliche Kombinationsspiel immer mehr zu wünschen übrig, und auch echte Torchancen gab es kaum noch. Etwa von der 60. Minute an wurden die Einzelaktionen zunehmend übertrieben. Die Pässe kamen kaum noch beim Adressaten an. Viele Bälle wurde einfach irgendwohin geschlagen und gingen so natürlich viel zu schnell verloren.
Selbst nach dem für uns unglücklich verhängten Foulelfmeter, der zum Ausgleich führte, warteten unsere Anhänger vergebens auf ein Aufbäumen unserer Mannschaft. Ganz im Gegenteil, die Aktionen wurden zusehends konfuser. So kam es letztlich nicht mehr überraschend, dass die KSG am Ende das Ergebnis noch ganz drehen konnte.
Torfolge: 0:1 (5. Minute) Hasan Salo stand nach einem schönen Spielzug über unsere linke Seite nach Zuspiel von Arben Hasani goldrichtig und vollendete aus sieben Metern sicher am Torwart vorbei; 1:1 (72., Foulelfmeter) Lais Weber verwandelte mit scharfem Flachschuss unhaltbar ins linke Eck, nach einem unserer vielen Ballverluste nahe der Mittellinie hatte der Schiedsrichter eine Abwehraktion von Ruben Kurz nahe der seitlichen Strafraumgrenze, bei dem der den Ball zum vermeintlichen Eckstoß ins Toraus beförderthatte, aus großer Entfernung als Foulspiel gewertet; 1:2 (88.) Kevin Gröger aus kurzer Distanz aus dem Gedränge heraus, unsere Abwehr hatte den Ball nach einer Flanke nicht aus der Gefahrenzone herausbekommen.
Schiedsrichter: Der Schiedsrichter möchte namentlich nicht genannt werden. Er hatte das Geschehen auch bei einigen schwer einzuordnenden Ungeschicklichkeiten weitgehend im Griff, der Elfmeterpfiff, der zum Ausgleich führte, war eher eine Fehlentscheidung.
In Georgenhausen spielten: Yannick Herget, Viktor Schlei, Ruben Kurz, Finn Hutmacher, Junis Gossmann, Marcel Singh, Ariol Morina (ab 65. Minute Georg Brenner), Lias Mai (ab 85. Minute Ante Krizan), Toni Vogt, Hasan Salo, Arben Hasani(ab 62. Minute Florent Hajdini).
Manfred Kähler