Fußball-Perspektiven

Die nunmehr feststehende Ausdehnung des pandemiebedingten Lock-Downs zunächst bis zum 31. Januar 2021 lässt die Aussichten auf einen Re-Start der Punktrunden Anfang März weiter schwinden. In der nächsten Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer am 25. Januar wird Bilanz gezogen und neu entschieden.

Das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes wird sich bereits in der kommenden Woche (2. KW 2021) erneut mit der Problematik der Fortsetzung bzw. Wiederaufnahme des Spielbetriebs befassen. Sicherlich wird der Vizepräsident des HFV, Torsten Becker, dort schon Aspekte hinsichtlich der politischen Entwicklung mit einbringen können, denn er gehört dem „Corona-Kabinett“ der Hessischen Landesregierung an. Mag sein, dass in der nächsten Video-Konferenz des Verbandsvorstandes (zusammengesetzt aus Präsidium und Kreisfußballwarten) am 23. Januar schon weitere perspektivische Entscheidungen getroffen werden können.

Derweilen geht Präsidiumsmitglied Jürgen Radeck, der Vorsitzende des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung (früher weniger sperrig bekannt unter den Begriffen Verbandsfußballwart bzw. Verbandsspielausschuss), hält einen Re-Start Anfang März mittlerweile für weitgehend ausgeschlossen. Er geht davon aus, dass den Vereinen vor der Fortsetzung des Pflichtspielbetriebs nach einer derart langen Pause eine Vorlaufzeit von etwa vier Wochen einzuräumen wäre. Demnach könnte frühestens im April wieder gespielt werden.

Folglich könnte das Spieljahr realistisch nur noch mit einem „Ein-Runden-System“ zu einem verwertbaren Abschluss mit Meistern, Auf- und Absteigern geführt werden. Hierzu müssten in allen Ligen und Spielklassen zumindest die ursprünglichen Hinrunden abschließend terminiert werden, sodass bis dahin jeder wenigstens einmal gegen jeden gespielt hätte.

Manfred Kähler