KSV Urberach – 1 A 3:0 (3:0)

Den Unterschied macht Emil Husser – Notbesetzung schlägt sich redlich

Nach diesem Heimsieg des KSV Urberach kommt es an der Spitze der Kreisliga B wie erwartet am kommenden Sonntag in Hergershausen zum Showdown um den direkten Aufstieg zwischen den Kickers, denen wegen des Nichtantretens des GSV Gundernhausen kampflos drei Punkte gutgeschrieben werden, und dem KSV. Den Gästen würde bei zwei Punkten Vorsprung schon ein Unentschieden zur Meisterschaft reichen.

Wie bereits in den letzten Spielen konnten wir auch diesmal nur mit einer Notbesetzung antreten, von der kaum zu erwarten war, dass sie gegen den Spitzenreiter etwas würde ausrichten können. Dennoch hielt unsere Truppe recht gut mit und ließ nur wenige echte Torchancen zu. Mit etwas Glück hätte Jonas Cronauer, einziger Verbliebener unseres normalen spielstarken Mittelfeldes, sogar die frühe Führung erzielen können.

Mit all seiner Cleverness sorgte Urberachs Spielertrainer Emil Husser in der Endphase der ersten Halbzeit innerhalb weniger Minuten für einen beruhigenden Drei-Tore-Vorsprung, der fast schon alle Zweifel am späteren Sieger ausräumte. Zweimal traf er selbst in schwer nachzuahmender Manier, das 3:0 bereitete er mit einem Klasse-Eckstoß vor.

Nach seiner Einwechslung zur Halbzeit rettete unser Torhüter Lars Meisel kurz hintereinander gleich dreimal bei guten Gelegenheiten der Gastgeber. Generell hatte unsere Abwehr durch die Rückkehr von Nico Kovacs in die zentrale Position viel an Sicherheit hinzugewonnen. Als problematisch erwies sich jedoch immer wieder die Spieleröffnung nach dem Ballgewinn. Hier unterliefen einfach viel zu viele Fehlpässe.

Ansonsten hielt unsere Truppe nach Kräften dagegen. Der KSV konnte sich nur selten einigermaßen erfolgsversprechend durchsetzen. Auch auf unserer Seite stellten sich einige Chancen ein. Deren beste verpasste Bilal Imret in der 74. Minute, als Jonas Cronauer ihm nach einem der wenigen durchgehend gelungenen Spielzüge den Ball einschussgerecht serviert hatte. Bilal schoss aus acht Metern hoch über das Tor.

Kurz vor Schluss war Jonas Cronauer nach einem starken Zuspiel von Enrico Rigatelli noch einmal frei durch, doch verzog auch er beim Abschluss über das Tor. Insgesamt hat der KSV das Spiel verdient gewonnen, doch war er keineswegs drei Tore besser. Nachdem sich Emil Husser Mitte der zweiten Halbzeit selbst ausgewechselt hatte, konnte sein Team kaum noch gefährliche Situationen kreieren.

Torfolge: 1:0 (32. Minute) Emil Husser lupfte mit seiner ganzen Routine den Ball über unseren zu weit vor dem Tor stehenden Keeper Tom Bonifer hinweg ins Nerz, ein Abschlag des Torwarts war an der Mittellinie abgefangen und direkt zu Husser geköpft worden; 2:0 (34.) Emil Husser köpfte mit dem Rücken zum Tor über unseren Torwart hinweg ins Netz, an den Ball gekommen war Husser ähnlich wie vor seinem ersten Treffer; 3:0 (38.) Mergim Zekaj konnte mitten vor unserem Tor aus sechs Metern einen genau zu ihm gezirkelten Eckstoß von Emil Husser unbehelligt einköpfen.

Besonderes Vorkommnis: Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff kollidierte unser Torwart Tom Bonifer bei einem Abwehrversuch mit Mergim Zekaj und bekam dabei dessen Knie gegen die Schläfe. Er musste benommen behandelt und danach vom Spielfeld geführt werden. Er konnte vorsichtshalber nicht weiterspielen und wurde durch Lars Meisel ersetzt.

Schiedsrichter: Patrick Hallek (OF-Rumpenheim) hatte keinerlei Mühe mit der von beiden Seiten betont fair geführten Partie und kam mit einer einzigen gelben Karte aus.

Für uns spielten in Urberach: Tom Bonifer (ab 46. Minute Lars Meisel); Niklas Beckmann, Nico Kovacs, Joshua Seibert; Malte Bonifer, Stanislav Depperschmidt; Steffen Huchstedt (ab 72. Minute Admir Daliposki), Jonas Cronauer, Admir Daliposki (ab 62. Minute Bilal Imret), Enrico Rigatelli, Henrik Ruißinger.

Manfred Kähler