1. Mannschaft – Spvgg. Groß-Umstadt 4:1 (1:0)
An der Spitze der Kreisliga A sind alle relevanten Entscheidungen gefallen. Die SG Ueberau, vom Start weg Tabellenführer, hat ihre Favoritenstellung bestätigt und sich Meisterschaft und Aufstieg durch ein „Last-Minute-Goal“ in Groß-Zimmern schon zwei Spieltage dem Rundenende gesichert. Wer solange ohne Niederlage bleibt, hat diesen Erfolg zweifellos verdient. Daher geht unser herzlicher Glückwunsch an den Alten Weg nach Ueberau und an Trainer Johnny Conner. Wir selbst hoffen, die SG nach einer gelungenen Relegation in die Kreisoberliga begleiten zu können.
Es hatte sich schon im letzten Spiel in Nieder-Klingen angedeutet: Unser Team hat gerade noch zur rechten Zeit zu seiner vor wenigen Wochen fast verloren geglaubten Spielfreude zurückgefunden. Gegen die Spvgg. Groß-Umstadt, die keineswegs etwas herschenkte, legten sich unsere Spieler ausnahmslos und ohne schwachen Punkt endlich wieder ins Zeug, wie man es von ihnen in der laufenden Saison über lange Strecken bereits gewohnt war. Man könnte es vielleicht ganz einfach auf den Punkt bringen: Sturm und Drang sind wieder da! Mit solch einer Leistung können wir die Relegation mit viel Zuversicht angehen.
Schon zur Pause hätte die Partie entschieden sein können. Das Einzige, was dazu noch fehlte, war die Effizienz in den zahlreichen Abschlüssen, die mehrfach zu zentral gerieten. Mitunter wurde auch etwas zu lange gezögert, sodass Schüsse im letzten Moment noch abgeblockt werden konnten. Doch war bereits früh wahrzunehmen, dass diesmal die meisten Zweikämpfe und Laufduelle gewonnen wurden. Bis zur Pause hatten die Gäste keine gefährliche Situation vor unserem Tor herausspielen können.
Sofort nach dem Seitenwechsel wurde der Druck aufs gegnerische Tor noch weiter erhöht, was durch das 2:0 nur unzureichend belohnt wurde. Spätestens in der 60. Minute hätte das 3:0 fallen müssen, als Henri Vogt, Toni Vogt und Felix Schober in unmittelbarer Folge vor dem Tor abzogen, aber allesamt den Ball nicht am glänzend reagierenden Keeper Christopher Sauer vorbeibrachten.
Nach dem endlich gelungenen 3:0 nahm unser Team wieder einmal für kurze Zeit zu viel Tempo aus dem Spiel. Dadurch kam die Spvgg. zu ihrer stärksten Phase. Kurz nach dem großartig parierten Foulelfmeter musste unser Torwart Yannick Herget noch einmal beherzt eingreifen und konnte einen Schuss aus kurzer Distanz abwehren. Diese beiden starken Aktionen ihres jungen Torwarts schien unser Team als Fanal aufzunehmen.
Von da an wurde wieder viel mehr investiert, wodurch die Gäste zunehmend in die Defensive zurückgedrängt wurden. Schon bald danach konnte sich Toni Vogt für seine hervorragende Leistung an diesem Tag selbst belohnen. Sein Treffer zum 4:1 war nicht nur ausnehmend sehenswert und wurde zurecht mit Applaus und Jubelrufen von Mitspielern und Zuschauern gefeiert. Wenn dieses Tor gefilmt worden wäre, hätte Toni beste Chancen bei der Wahl zum Tor des Monats, und einem Auftritt an der ZDF-Torwand würde kaum etwas im Wege stehen.
Besonderheit: Unser Torwart Yannick Herget hielt einen von Jamal Hoffmann durchaus gut geschossenen Foulelfmeter mit toller Parade (73. Minute).
Torfolge: 1:0 (15. Minute) Hasan Salo vollendete aus wenigen Metern in zentraler Position, Toni Vogt war zuvor im Vollspurt einem Abwehrspieler zuvorgekommen und legte sich noch in der eigenen Platzhälfte den Ball mit dem Kopf selbst in den Lauf, von der linken Strafraumgrenze aus passte er zu Hasan; 2:0 (53.) David Lang ließ einen Abwehrspieler geschickt aussteigen und schoss flach ein, der Treffer wurde mit einem blitzschnellen Konter nach Ecke der Gäste durch Vorarbeit von Toni Vogt stark vorbereitet; 3:0 (67.) Toni Vogt mit strammem Schuss aus zehn Metern von halbrechts in den linken Torwinkel, Toni hatte sich den Ball in Höhe der Mittellinie mit energischem Einsatz selbst erkämpft und war danach mit dem Ball am Fuß nicht mehr einzuholen; 3:1 (69.) Jamal Hoffmann nutzte eine der wenigen Unachtsamkeiten in unserer Abwehr und schoss aus zentraler Position unhaltbar ein; 4:1 (78.) Toni Vogt hämmerte den Ball mit einem herrlichen Seitfallzieher volley aus acht Metern vehement ins Netz, Paul Pufe hatte den Ball nach einem weiten Einwurf maßgerecht zu Toni geköpft.
Schiedsrichter: Jehad Hmidi, der junge Schiedsrichter hatte das Geschehen immer voll im Griff und leitete die faire Partie sehr gut.
Für uns spielten gegen die Spvgg. Groß-Umstadt: Yannick Herget, Jan Enders, Ruben Kurz, Marcel Singh, Viktor Schlei (ab 83. Minute Junis Gossmann), Felix Schober (ab 87. Minute Toni Enders), Fabian Acker (ab 77. Minute Ariol Morina), David Lang (ab 87. Minute Daniel Boggia), Paul Pufe, Hasan Salo (ab 53. Minute Henri Vogt), Toni Vogt. Außerdem hatte sich noch Ante Krizan zur Einwechslung bereitgehalten).
Manfred Kähler