Richtig gute zweite Halbzeit – Höherer Sieg wäre möglich gewesen
An diesem Spieltag sind an der Spitze der Kreisliga A einige Vorentscheidungen gefallen. Tabellenführer SG Ueberau könnte bei sieben Punkten Vorsprung vor uns im Falle eines Auswärtssieges am kommenden Sonntag, 17. Mai, beim FSV Groß-Zimmern die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Kreisoberliga endgültig feiern. Da unser Konkurrent Germania Ober-Roden beim SV Heubach nicht über ein 0:0 hinausgekommen ist, könnte gleichzeitig auch unser Team mit ebenfalls sieben Punkten Vorsprung im Falle eines Heimsieges gegen die Spielvereinigung Groß-Umstadt nicht mehr vom Relegationsplatz verdrängt werden.
In Nieder-Klingen war unserem Team von Beginn an anzumerken, dass es sich vorgenommen hatte, wieder mehr Wert auf ihre spielerischen Mittel zu legen. In der Spieleröffnung wurde nicht mehr so lange hin und her, zurück und quer gespielt, sondern weitaus zügiger der Weg nach vorne gesucht. Das hatte natürlich viel damit zu tun, dass sich durch Bewegung im Mittelfeld fast immer mehrere Anspielmöglichkeiten anboten, der Ball zudem oft durch Zurufe angefordert wurde. Da auch unsere Angreifer nicht mehr wie zuletzt oft gesehen in Statik verharrten, sondern immer wieder in freie Räume starteten, kam auch in der Spitze viel mehr Dynamik in den Aktionen.
Es muss natürlich auch zugestanden werden, dass es der spielerisch limitierte Gegner unserer Truppe nicht allzu schwer machte, doch war das gegenüber den letzten Auftritten schon eine erkennbare Steigerung, auch bereits in der ersten Halbzeit, in der zeitweise noch einige Unsicherheiten zu beobachten waren. Dennoch hätte die insgesamt einseitige Partie bereits zur Pause entschieden sein können.
Was im ersten Durchgang noch versäumt wurde, konnte nach dem Seitenwechsel korrigiert werden. Jetzt liefen die Spielzüge noch druckvoller, wodurch etliche Torgelegenheiten kreiert wurden. Lediglich bei den Abschlüssen fehlte es in einigen Fällen noch an der nötigen Präzision. Doch auch das wurde mit zunehmender Spieldauer immer besser.
In der Schlussphase hätte das Ergebnis noch ausgebaut werden können, doch konnte sich SG-Torwart Benjamin Fischer einige Male auszeichnen. Als Highlight sei hier ein strammer Flachschuss von Felis Schober aus 25 Metern Entfernung in der 68. Minute genannt, der haarscharf neben dem Pfosten eingeschlagen hätte, doch gerade noch so vom Keeper entschärft werden konnte.
Auf der Leistung von Nieder-Klingen lässt sich einiges aufbauen. Wenn es gelingt, noch an der einen oder andern Stellschraube ein wenig zu drehen, sollte einem Heimsieg am kommenden Sonntag gegen Groß-Umstadt nichts im Wege stehen.
Besonderheit: Ante Krizan schoss einen an Hasan Salo mitten im Strafraum verursachten Foulelfmeter so schwach und unplatziert, dass SG-Torhüter Benjamin Fischer den Ballmühelos abwehren konnte (83. Minute).
Torfolge: 0:1 (8. Minute) Paul Pufe war zur Stelle als SG-Torhüter Benjamin Fischer einen abgefälschten Schuss von Hasan Salo nur noch zur Mitte hin abwehren konnte und setzte den Ball mit sauberem Abschluss flach ins linke Eck; 0:2 (52.) Hasan Salo vollendete nach präziser flacher Hereingabe von Paul Pufe aus kurzer Distanz problemlos, Ruben Kurz hatte Paul Pufe auf der rechten Seite mit starkem Pass in den freien Raum geschickt; 0:3 (58.) Toni Vogt zog nach Zuspiel von David Lang aus zwanzig Metern volley scharf ab und traf flach neben dem linken Pfosten ins Netz: 0:4 (87.) Paul Pufe hob den von Ariol Morina mit gefühlvollem Lupfer zugespielten Ball über einen Abwehrspieler hinweg und vollendete von halblinks mit Flachschuss ins lange Eck.
Schiedsrichter: Ömer Emirzeoglu leitete die von beiden Seiten äußerst fair geführte Begegnung souverän und völlig problemlos.
In Nieder-Klingen spielten für uns: Yannick Herget, Jan Enders (ab 76. Minute Ariol Morina), Marcel Singh (ab 76. Minute Ante Krizan), Ruben Kurz, Viktor Schlei, Felix Schober, Fabian Acker, David Lang, Paul Pufe, Toni Vogt,Hasan Salo. Zur Einwechslung bereitgehalten hatten sich außerdem noch Erick Aman, Henri Vogt, Till Enders, Edwin Helfenbein und Joel Chacon Rodriguez (zweiter Torwart).
Manfred Kähler