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Am Ende fehlte nur das Glück – Knapper Zittersieg für Kleestadt

Eine Niederlage beim Tabellenzweiten ist an sich durchaus zu erwarten, doch war das diesmal am Ende schon ein wenig ärgerlich, denn unser Team war die gesamte erste Halbzeit mindestens gleichwertig und in der Schlussphase der fairen Partie drauf und dran, wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Verdient wäre ein Zähler allemal gewesen. Fraglos ist unsere Mannschaft jetzt in der Kreisliga A angekommen und kann auch gegen die Spitzenteams auf Augenhöhe mithalten.

Vom Anpfiff weg mischte unsere geschlossen auftretende Truppe munter mit, sodass ein spielerischer Unterschied nicht zu erkennen war. Ganz im Gegenteil: Zur Pause hätten wir sogar in Führung liegen müssen, denn zwei richtig gute Gelegenheiten konnten nicht verwertet werden. Viel Pech hatte Henrik Ruißinger in der 23. Minute, als er einen schnellen Spielzug über fünf Stationen mit einem beherzten Schuss abschloss, der allerdings nur die Latte traf.  Stattdessen glückte den Gastgebern mit einem kuriosen Schuss, der so sicherlich nicht geplant war, das 1:0 kurz vor der Pause. Sonst hatten die Gastgeber bis dahin keine eigene Torchance aufzuweisen.

Schon kurz nach dem Seitenwechsel unterlief einem unserer Abwehrspieler ein Eigentor, als er einem von der Torauslinie nach innen geschlagenen Ball nicht mehr ausweichen konnte. Ein Kleestädter Stürmer war in dieser Szene nicht zur Stelle gewesen, um die Hereingabe zu verwerten. Dieser unverdiente Rückstand brachte unsere Mannschaft sichtlich aus dem Konzept. Es wollte nicht mehr so recht laufen, sodass Kleestadt deutlich überlegen wurde.

Spätestens mit dem 4:0 schien alles vorbei zu sein. Doch in der Schlussphase zeigte unsere Mannschaft ihre gefestigte Moral. Innerhalb von acht Minuten kam unser Team durch die jetzt deutlich verstärkte Offensive auf 4:3 heran. Doch konnten die Gastgeber den nunmehr knappen Vorsprung einschließlich der angemessenen Nachspielzeit von vier Minuten über die Zeit retten. Unser Team stand folglich unglücklich mit leeren Händen da, kann aber auf dem, was in Kleestadt zumindest über weite Strecken gezeigt wurde, für die weiteren Begegnungen aufbauen.

Einige Umstellungen in unserer Mannschaft, die sich Trainer Mike Motz hatte einfallen lassen, haben sich in dieser Partie bestens bewährt. Viktor Schlei fühlte sich auf seiner angestammten Position als rechter Außenverteidiger spürbar viel wohler, als das seit einigen Wochen auf der linken Seite der Fall gewesen war. Dort sorgte Denys Lysokon, der sich von Spiel zu Spiel zu steigern weiß, für die nötige Sicherheit. Sein bestes Spiel seit seiner Zugehörigkeit zur 1. Mannschaft zeigte Luka Kozul auf unserer linken Angriffsseite. Neben Kapitän Steffen Enders, der wie immer eine Bank war, überzeugte auch Lars Wiesenfeldt in der Innenverteidigung. Ähnliches gilt für Neel Dede auf der Sechserposition. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Truppe erneut keinen schwachen Punkt aufwies und vor allem jede Menge Kampfgeist einbrachte.

Torfolge: 1:0 (42. Minute) Daniel Souto fasste sich nach einer Serie von Querpässen ein Herz und trat in halblinker Position kurz vor dem Strafraum gegen den Ball, heraus kam dabei ein ganz eigenartiger Bogenschuss, der sich nach unglaublicher Flugbahn doch noch ins Netz senkte; 2:0 (47., Eigentor) Tim Hafner brachte den Ball von der Torauslinie gerade noch so nach innen, wo ihn einer unserer Abwehrspieler unglücklich ins eigene Tor ablenkte; 3:0 (67.) Fabian Winter schob den Ball nach einer überraschenden Vorlage mit der Hacke fast von der Torauslinie her aus unmöglichem Winkel über die Linie; 4:0 (70.) Maximilian Wick vollendete in der Mitte nach einem Spielzug und präziser Hereingabe von Thomas Beckenhaub; 4:1 (79.) Florent Hajdini aus kurzer Distanz nach Zuspiel von Ruben Kurz, der von Sezer Aydin in den freien Raum geschickt worden war; 4:2 (81.) Edwin Helfenbein zog nach Spielzug am Torwart vorbei und schob sicher ein; 4:3 (87.) Sezer Aydin mit dem Kopf aus zwei Metern aus dem Gedränge heraus.

Schiedsrichter: Maximilian Martin leitete die Partie mit der langen Leine, was ihm die beiden fairen Mannschaften problemlos ermöglichten, hatte das Geschehen dennoch immer im Griff.

In Kleestadt spielten: Florian Ritter, Viktor Schlei, Lars Wiesenfeldt, Steffen Enders, Denys Lysokon, Neel Dede, Florent Hajdini, Henrik Ruißinger, Ruben Kurz, Edwin Helfenbein, Luka Kozul. Eingewechselt wurden: Sezer Aydin (ab 60. Minute), Ante Krizan (ab 71. Minute), Arben Hasani (ab 84. Minute).

Manfred Kähler

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