Halbe Stunde Anlaufzeit – Nach Führung klar das Spiel beherrscht
Mit diesem deutlichen Erfolg beim stark eingeschätzten TSV Seckmauern setzten unsere A-Junioren gleich zum Saisonstart ein beindruckendes Ausrufezeichen. Auf dem engen Kunstrasenplatz mit kaum mehr als fünfzig Meter Breite und ebenfalls relativ geringer Länge werden sich noch einige Gegner der Odenwälder schwertun. Warum dort bei solchem Wetter und Tageslicht nicht der in sattem Grün leuchtende Rasenplatz nebenan genutzt wird, dürfte nur schwer nachvollziehbar sein.
Unsere A-Junioren versuchten trotz erneut notwendiger etlicher Umstellungen von Beginn an in für sie üblicher Weise zu kombinieren, doch fehlte dabei zunächst im sichtlichen Bemühen um sauberes Passspiel das nötige Tempo. Die Gastgeber nutzten die Enge des Feldes, indem sie mit kurzen Laufwegen unsere Jungs stets schon bei der Ballannahme teilweise doppelt attackierten. Damit erzwangen sie so manchen Verlegenheitspass und konnten auch etliche Bälle schnell erobern. Durch die betont defensive Einstellung jedoch konnten sie nach vorne nicht viel damit anfangen und kamen nur vereinzelt zu eigenen Gelegenheiten.
Fast eine halbe Stunde lang tat sich daher auf beiden Seiten in der Offensive nur wenig. Bis auf einige Fernschüsse wurde es für die Torhüter kaum gefährlich, zumal die Abwehrreihen nicht viel zuließen. So musste eine Standardsituation herhalten, um den Riegel des TSV erstmals zu knacken. Danach lief es auf unserer Seite zunehmend besser, zumal dann auch die linke Seite mehr ins Spiel einbezogen werden konnte, die zuvor allzu oft verwaist war.
Ab der Schlussphase der ersten Halbzeit beherrschte unser Mittelfeld das Geschehen, denn jetzt wurde weitaus schneller abgespielt und dabei zumeist ein Mitspieler stark ins Szene gesetzt. Besonders auffällig agierte Julian Mayer, der mit seinen klugen Pässen immer wieder für Gefahr sorgte. Aber auch Aaron Langer, Paul Pufe und Ruben Kurz trieben die Aktionen unseres Teams immer wieder an. Und dass unsere wendigen Spitzen mit brauchbaren Bällen immer etwas anzufangen wissen, wurde auch diesmal wieder umfassend bewiesen.
Torfolge: 0:1 (29. Minute) Efekan Nacar reagierte nach einer Ecke von Julian Mayer am schnellsten und schoss ein; 0:2 (38.) Henri Vogt schlenzte den Ball in vollem Lauf mit dem rechten Außenrist am Torwart vorbei ins Eck, Tim Halbig hatte ihn mit Steilpass bedient; 0:3 (43.) Efekan Nacar lief nach feinem Pass von Julian Mayer auf das Tor zu und ließ dem Torwart mit ganz cool flach ins Eck gespieltem Ball keine Chance; 0:4 (47.) Toni Vogt hatte bei einem tollen Schuss von Tim Halbig nachgesetzt und konnte so den von der Unterkante der Latte zurückspringenden Ball aus kurzer Distanz abstauben; 0:5 (62.) Aaron Langer zog nach Zuspiel von Julian Mayer von halblinks aus 18 Metern ins lange Eck ab; 1:5 (69.) Lukas Beutel schoss einen Freistoß aus 18 Metern an sich völlig harmlos flach mitten in die Mauer, doch sprangen unsere Spieler hoch und überraschten so den eigenen Torwart, durch dessen Hände der Ball ins Tor glitt; 1:6 (70.) Ruben Kurz schloss im direkten Gegenzug eine Ballstafette unhaltbar flach ins Tor ab.
Schiedsrichter: Willi Muntermann (SG Sandbach) leitete die Partie gewohnt routiniert, wenn auch mit einigen etwas kuriosen Entscheidungen.
In Seckmauern spielten: Elmar Wachsmann; Viktor Schlei, Sven Halbig, Lion Kusber, Ruben Kurz; Julian Mayer, Paul Pufe, Aaron Langer, Tim Halbig, Efekan Nacar, Henri Vogt. Eingewechselt wurden: Toni Vogt (ab 46. Minute), Lars Wiesenfeldt, Jan Sattig (beide ab 60. Minute), Philipp Lieb (ab 68. Minute).
Manfred Kähler