Wie seit vielen Jahren üblich lohnt sich erneut zur Halbzeit ein Blick in die Statistik zum bisherigen Saisonverlauf unserer 1. Mannschaft. Abweichend ist diesmal, dass bei bisher 15 ausgetragenen Begegnungen zwar genau die Hälfte der planmäßigen Meisterschaftsrunde absolviert ist, aber noch zwei Spiele der Hinrunde ausstehen (Heimspiel gegen den TSV Richen und Auswärtsspiel bei Viktoria Urberach). Auf der anderen Seite haben wir aber auch bereits zweimal gegen den SV Viktoria Kleestadt und den SV Heubach gespielt, sodass ab Ende Februar noch weitere 15 Spielen anstehen werden (das für Donnerstag, 14. Dezember, angesetzte Nachholspiel gegen en TSV Richen dürfte mit Blick auf die Wetterprognosen wohl eher ausfallen).
Ebenfalls außergewöhnlich ist es, dass schon insgesamt 30 Spieler in unserer 1. Mannschaft zum Einsatz gekommen sind. Interessierte Begleiter unseres Teams wissen natürlich, dass wir bereits seit vielen Jahren immer die meisten Spieler in den Meisterschaftsrunden aufbieten mussten. Das wird diesmal auf den ersten Blick noch getoppt, denn so viele Spieler waren es zur Halbzeit noch nie. So ganz genau stimmt die Bilanz auch nicht, denn zu den 15 Punktspielen kommt noch ein Pokalspiel hinzu, doch fällt das nur geringfügig ins Gewicht und kann daher in diesem Zusammenhang vernachlässigt werden.
Sieht man sich die Statistik etwas genauer an, wird auffallen, dass acht der aufgeführten Spieler nur jeweils einmal zum Einsatz gekommen sind, weitere fünf Spieler nur zweimal. Das hat seine Ursache insbesondere drin, dass unser Trainer Mike Motz, vor allem in den ersten Wochen der Spielrunde, bedingt durch zahlreiche Ausfälle immer wieder umfangreich improvisieren musste. Berücksichtigt man dieses Phänomen gebührend, fällt die Statistik insgesamt gar nicht mehr so aus dem Rahmen, wie es der erste Eindruck zunächst vermittelt hatte.
Mit sechs Siegen, einem Unentschieden und 9 Niederlagen (einschließlich des Pokalspiels gegen die SG Langstadt/Babenhausen) fällt die Bilanz, was die Spielergebnisse angeht, leicht negativ aus. Damit aber war nach dem Aufstieg und dem anschließenden Weggang etlicher wichtiger Leistungsträger zu rechnen. Daher war von Beginn an die Devise ausgegeben worden: Für uns zählt im Spieljahr 2023/2024 einzig und allein der Klassenerhalt in der Kreisliga A.
Unter diesem Aspekt sind wir mit 19 Punkten aus 15 Spielen genau im Soll. In einer Liga mit 16 Vereinen reichen bei nur einem direkten Absteiger und einem weiteren Relegationsplatz 34 bis 36 Punkte immer zum direkten Klassenerhalt aus. Mit hoch gerechnet 38 Punkten wären wir nach derzeitigem Stand am Ende der Saison also deutlich über dem Strich, sogar versehen mit einem kleinen Polster. Allerdings müsste unser Team dazu unbedingt seine Auswärtsschwäche ablegen, denn bisher wurden auf fremden Plätzen bei nur einem gewonnen Spiel ganze drei Punkte eingefahren (in Reinheim gegen Schlusslicht FSV Sprachrücken). In der zweiten Saisonhälfte werden wir, abhängig davon, ob das Heimspiel gegen den TSV Richen noch vor der Winterpause stattfinden kann, nur noch vier bis fünf Spiele zuhause haben
Optimistisch sollte uns stimmen, dass wir in den letzten zehn Jahren ausnahmslos in der restlichen Saison ab dem Frühjahr relativ weitaus besser abgeschnitten haben, als es jeweils in den Spielen bis zur Winterpause der Fall gewesen war. So gesehen sollten wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Vielleicht können wir uns ja sogar nach oben ins gesicherte Mittelfeld absetzen.
Manfred Kähler